KW35 28.08.17 – 01.09.17

Hallo alle zusammen,

diese Woche muss ich mal zusammengefasst niederschreiben, diese Woche war echt stressig, noch dazu hatte ich an 3 Abenden kein ausreichendes Internet um zu posten also dachte ich mir ich werde Freitag die komplette Woche niederschreiben.

Die Woche begann am Montag mit der obligatorischen Abfahrtskontrolle, danach ging es nach Pelm in der Vulkaneifel (ein bisschen durch die Heimat), diese Abladestelle ist nicht unbedingt meine liebste Abladestelle, denn ich stehe so stark im Berg dass nicht mal die Tür auf bleibt, die fällt sofort zu… Aber auch dass haben wir mit Erfolg gemeistert, danach ging es nach Ludwigshafen zum laden. Ich bin dann noch bis Geiselwind auf den Autohof gefahren und habe dort Feierabend gemacht.

Dienstag morgen ging es dann nach Scheßlitz (zwischen Bamberg und Bayreuth) und nach Bamberg selbst. Danach wollte ich gemütlich über die A70 zurück fahren bis die Meldung im Radio kam dass zwischen Schweinfurt Bergrheinfeld und Dreieck Werntal eine Vollsperrung besteht wegen eines schweren LKW Unfalls. Die schön zu fahrende Bundesstraße über Gerolzhofen nach Wiesentheid war auch nicht mehr zu erreichen durch die Vollsperrung also bin ich auf gut Glück querfeldein bis Gerolzhofen gefahren um die Bundesstraße zu erreichen.

Solche „Auf gut Glück“ Geschichten sind immer mit Risiko verbunden, wenn ich auf einmal vor einer zu tiefen Brücke stehe habe ich ein gewaltiges Problem, wenn nicht gerade eine geeignete Wendestelle in Reichweite ist. Aber dieses mal war Fortuna auf meiner Seite.

Ich hab dann noch in Ludwigshafen geladen und bin noch bis nach Schlüchtern gefahren um Mittwochs morgens dann meinen Kundenmarathon zu beginnen. Einen Kunden in Motten, den nächsten in Fulda… und der ist richtig beschissen, die Einfahrt ist auf jeder Seite vielleicht 30 Cm breiter als mein Fahrzeug… wenn man die nicht direkt richtig trifft hat man ein Problem, dann steht man nämlich mitten auf einer 4 – Spurigen Hauptverkehrsstraße… Aber auch das hat einwandfrei funktioniert und schon bald konnte ich meinen Dritten Kunden in Lauterbach (Vogelsbergkreis) anfahren. Auch dort war alles tiptop.

Der letzte Kunde befand sich in Reiskirchen, ein sehr angenehmer Kunde, ein Feuerschutzkunde der in seiner heimischen Garage arbeitet. Also rückwärts in einen Feldweg gefahren und mit 3 Schläuchen abgeladen, wenn man so herzlich empfangen wird wie dort dann macht das arbeiten doppelt so viel Spaß.

Danach ging es wieder zurück nach Ludwigshafen zum laden und dann bin ich erneut wieder bis nach Geiselwind gefahren, zu meinem großen Glück, wie wir gleich noch erfahren werden. Ich wollte eigentlich schon auf der Raststätte Gräfenhausen Feierabend machen, da diese aber voll war hatte ich Weiskirchen angepeilt, aber auch diese war voll.

Ich bin also bis Geiselwind um am nächsten morgen dann in Bamberg leer zu machen. Ich sollte Freitags eigentlich nur noch einen Kunden in Mannheim zustellen aber dann kam die Nachricht von meinem Disponenten dass ich nochmal zum Bodensee darf…

Wäre ich nicht bis nach Geiselwind gefahren wäre ich erst morgen, am Samstag heimgekommen. Ich habe also in Bamberg leer gemacht, bin nach Ludwigshafen gefahren um dann Abends noch 15 Tonnen in Wildberg (Landkreis Calw) abzuladen und um dann noch bis nach Vöhringen auf den Autohof zu fahren… Ganz schön knackig.

Heute morgen ging es dann von Vöhringen aus schnell nach Überlingen am Bodensee und dann knapp 460 Kilometer nachhause. Und nun habe ich seit 16 Uhr Wochenende.

Da ich weiß dass mein Disponent mitlesen wird, habe ich folgende Nachricht: Dein Plan mich erst Samstags heimkommen zu lassen ist nicht aufgegangen… Ich glaube du hast vergessen dass ich ziemlich raffiniert sein kann 😉 Nein, nur ein Spaß. Wenn es so gewesen wäre, hätte ich auch nichts dran ändern können und gestorben wäre ich auch nicht davon.

Die ganze Woche verlief bis auf einen Zwischenfall auf der A81 relativ ruhig.

Ich sah einen Kollegen auf den Beschleunigungsstreifen fahren, ich gucke links in den Rückspiegel, niemand zu sehen, also rüber um den Kollegen reinzulassen.

Auf einmal seh ich nur noch Lichthupe eines PKW im Rückspiegel, der sich danach auch vor mich setzte und mich ausbremste…

Wohl bemerkt, es war kein Überholverbot und 130… Wenn er also mit 180 angeflogen kommt muss man mit sowas rechnen, zumal ich im Rückspiegel ja erst niemanden gesehen habe. Vollidioten gibt es überall,

So, nach 10 Kunden, 4 mal laden und 2900 Kilometern habe ich mir mein Wochenende verdient glaube ich. Also ab ins Bett, ich habe keine Lust mehr.

Bis dahin!

Neues von Unterwegs

Hallo zusammen,

ich habe mich jetzt ein paar Tage nicht zu Wort gemeldet. Letzte Woche war ich im Schichtverkehr eingeteilt, eines meiner größten Leidwesen, gerade die Spätschicht. Ich musste aber nur Montag und Donnerstag arbeiten, den Rest der Woche hatte ich frei von daher gab es nicht viel zu erzählen.

Anders sieht es diese Woche aus, ich bin endlich wieder im Fernverkehr, nach einer Woche Abstinenz. Echt ein Segen.

Es ging am Sonntag Abend schon los nach Ottmarsheim zum laden. Ottmarsheim liegt in Frankreich im Département Haut-Rhin im Elsass (Alsace). Die Fahrt verlief ruhig, aber in Ottmarsheim brauchten mein Kollege und ich geschlagene 6 Stunden zum laden, mit Einweisung etc. pp. Erst konnten alle kein Deutsch, dann konnte einer ein bisschen Deutsch. Es war zum verzweifeln. Aber irgendwann konnte man dann auch los. Die Ladung ging dann heute (Dienstag 22.08.17) Nach Saverne (Deutsch: Zabern, Département Bas-Rhin) und danach wieder nach Ludwigshafen zum laden.

Heute stand sonst nur ein weiterer Kunde in Mannheim auf dem Programm aber da ich dort nicht leer wurde habe ich noch eine geringe Menge nach Ruppertsberg gefahren und von dort aus dann 20 Kilometer weiter nach Schwegenheim auf den Autohof.

Morgen früh geht es wieder nach Ottmarsheim zum laden und danach nach Bamberg. Mal wieder etwas bayerische Luft schnuppern! 😀

Bis dahin!

Freitag 11.08.17

Jetzt ist diese Woche auch schon wieder vorbei.

Heute morgen um 6:30 in Schwegenheim gestartet, mal eben nach Mannheim rüber zu unserem Zweigwerk, aber da stand ein Kollege mit dem Flaschenfahrzeug im Weg.

Er ist dann auf Seite gefahren damit wir beide unsere Arbeit erledigen konnten und so kam es wieder dazu, dass der gesamte Verkehr in Mannheim zum erliegen kommt, weil Firma Carbo wieder abladen muss, aber so ist das manchmal.

Dementsprechend wird dann auf etwas rumgealbert, Spaß auf der Arbeit muss auch mal sein. Ich frag mich nur warum der Kollege so schwer am arbeiten war… Der Unterschied ist ganz einfach, während der Kollege mit seinem Stapler die Flaschen mit der Kohlensäure aufladen muss, gucke ich der Kohlensäure ganz gemütlich dabei zu, wie sie in den Kundentank gepumpt wird, ich würde sagen, dass ist der beste Job den man auf der Welt kriegen kann!

Dann ging es noch eben in die Waschstraße in Koblenz und dann ab in die Zentrale, Fahrzeug beladen und dann noch ausräumen und für den Kollegen der nächste Woche aus dem Urlaub kommt säubern.

Nächste Woche werde ich zu meinem Leidwesen im Schichtverkehr eingesetzt, da ein Fahrer von uns in Bad Hönningen einspringen muss, muss der Kollege den ich eigentlich nächste Woche vertreten soll seinen Urlaub aufschieben und ich muss im Schichtverkehr einspringen.

Dazu auch noch Spätschicht. Ich hasse es wie die Pest aber was muss das muss. Ich glaube mein Disponent versucht schon es jedem Recht zu machen, aber das klappt eben nicht immer und diesmal muss ich in den sauren Apfel beißen, aber auch das werde ich überleben. Was uns nicht härter macht, tötet uns nur!

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende und bis Montag!

Donnerstag 11.08.17

Heute war irgendwie nicht so mein Tag. Ich bin heute morgen um 5 Uhr gestartet Richtung Gebesee. Mein Navi wollte mich wieder über die Bundesstraßen schicken aber ich bin lieber außenrum gefahren, so etwas wie die Tage wollte ich nicht nochmal machen. Also die A7 runter bis Dreieck Drammetal und dann auf die A38 Richtung Halle/Leipzig. In Nordhausen ging es dann auf die B4 Richtung Sondershausen/Erfurt… Die Strecke ließ sich gut fahren, und gekommen bin ich bis 2 Kilometer vor Gebesee, da war dann schon wieder gesperrt und ich konnte wieder durch die engsten Dörfer und schmalsten Straßen fahren die es überhaupt gibt. Manchmal hasse ich den Osten.

Aber dann passierte auch mal wieder etwas lustiges. Da ich sowieso tanken musste bin ich an der Ausfahrt Wandersleben auf den Autohof gefahren, da ich dort mit der Tankpool24 Karte tanken kann, und weil es dort die beste Thüringer Bratwurst gibt die ich bisher gegessen habe. Das Problem war nur folgendes, ich war zu früh… Ich fragte die Dame wann es denn soweit wäre, und da sagte sie mir dass es wohl noch eine gute Stunde dauert. Naja solange habe ich nicht Zeit, aber dann sagte mir die Dame dass in Waltershausen die selbe Tankstelle wäre und dort ihr Kollege steht und die selbe Bratwurst hat, und er hätte schon welche fertig.

Also gut, auf nach Waltershausen, dann kam die Dame wieder und fragte ob ich jetzt wirklich nach Waltershausen fahre und ich bejahte, da ich ja unbedingt diese Bratwurst haben wollte. Da hat sie mich gefragt ob ich etwas für ihren Kollegen mitnehmen könne, und zwar eine Auflaufform. Gesagt, getan. Also habe ich der Dame den Gefallen getan und dem Kollegen in Waltershausen die Auflaufform gebracht. Dafür habe ich dann die 2 Bratwürstchen umsonst bekommen. Ein tolles Tauschgeschäft. Meinetwegen gerne öfters!

Danach habe ich auf der Raststätte Eisenach meine 30 Minuten Pause gemacht und mir war etwas unwohl, schwindelig, Kreislaufprobleme. Habe mich dann mal etwas hingelegt aber wirklich besser war es nicht. Bin dann trotzdem erstmal weiter und hab meinen Disponenten informiert, dass wenn es schlimmer werden sollte ich Feierabend mache. Das wäre auch kein Problem sagte er.

Aber dann wurde es wieder besser und ich habe es noch geschafft in Ludwigshafen zu laden und stehe aktuell in Schwegenheim.

Morgen früh werde ich noch einen Kunden in Mannheim beliefern und dann geht es ab nachhause, ich denke dass ich gegen 13 Uhr das Wochenende einläuten kann.

 

Zu meinem Leidwesen bin ich nächste Woche im Schichtverkehr eingeteilt, da ein Kollege im Stückgutbereich krank geworden ist, jetzt ein Tankwagenfahrer abgezogen werden muss um im Stückgutbereich auszuhelfen und ich bin der Leidtragende der jetzt aus dem Fernverkehr abgezogen wird. Zum kotzen, und dann muss ich auch noch Spätschicht fahren.

Aber es hilft ja nix, was muss das muss, werde ich auch überleben! Ich hoffe mein Disponent kann mich noch irgendwie in die Frühschicht zaubern, Frühschicht ist mir persönlich immer lieber. Mal abwarten was er morgen hat für mich.

 

Nun werde ich aber langsam mal zu Bett gehen! Angenehme Nachtruhe!

Mittwoch 09.08.17

Heute war mal wieder ein Tag mit viel Fahrerei. 600 Kilometer über den Tag verteilt.

Heute morgen ging es in Mücke los Richtung Ludwigshafen. Soweit alles ganz gut, habe dann in Ludwigshafen geladen und hab mich danach auf den Weg nach Bad Harzburg gemacht, ziemlich genau 400 Kilometer von Ludwigshafen aus.

Bis auf einen kleinen Zwischenfall direkt am Anfang der Fahrt verlief die Fahrt relativ ruhig.

Da die Rheinbrücke der A6 zwischen Ludwigshafen und Mannheim momentan nur einspurig verläuft wegen einer Baustelle, endet die linke Spur, und normalerweise sollte man dort dann das Reißverschlussverfahren anwenden, was aber viele Leute einfach nicht in den Kopf kriegen.

Normalerweise lasse ich als LKW Fahrer 2 PKW rein, ich bin ja auch genau so lang wie 2 PKW.

Heute waren es dann mal 3, und als sich dann noch ein Sprinter reinquetschen wollte habe ich dann dicht gemacht, aber der fuhr auch immer weiter bis ich irgendwann auf den Standstreifen ausweichen musste, da sonst mein Spiegel geflogen wäre, und das gibt nur Ärger und hält unnötig auf. Aber normalerweise müsste man solche Leute mal in die Schranken weisen.

Die weitere Fahrt nach Bad Harzburg verlief Problemlos. Auf der Raststätte Pfefferhöhe an der A5 habe ich dann einen Fahrerkollegen aus der Gruppe getroffen, in der ich bei Facebook bin. In dieser Gruppe sind mittlerweile ca. 14500 Fahrer. Finde ich ganz cool, da wir auch ein Erkennungszeichen in Form eines Wimpels in der Scheibe haben. Mit dem Kollegen habe ich dann 45 Minuten gequatscht und anschließend sind wir dann noch bis zum Kirchheimer Dreieck zusammen gefahren ehe er auf die A4 Richtung Dresden fuhr und ich der A7 Richtung Hannover folgte.

Auf der Raststätte Hasselberg musste ich dann doch nochmal eben 5 Minuten stoppen um mir eins von den göttlichen Matjes-Baguettes von Nordsee zu gönnen. Echt ein Genuss diese Dinger.

Dann also weiter nach Bad Harzburg zum abladen, da dort momentan eine Baustelle auf dem Gelände ist war ich gezwungen den Mitarbeiterparkplatz zu blockieren, habe mir dazu aber das Okay des Produktionsleiters genommen, aber alle 5 Minuten kamen Mitarbeiter die sich beschwert haben. Bin bald verrückt geworden. Hab mich dann ganz schnell vom Acker gemacht und stehe aktuell auf dem Maxi Autohof in Rhüden. Morgen geht es nach Gebesee, und dann wieder zurück nach Ludwigshafen. Bin mal gespannt was mein Disponent diese Woche noch alles vor hat. Aber viel kann es nicht mehr sein.

 

Heute Abend habe ich hier in Rhüden wieder einen Kollegen aus der Gruppe getroffen, wir haben eben 2,5 Stunden im Biergarten gesessen, war echt ein toller Abend. Mal etwas Abwechslung im Gegensatz dazu, dass man immer alleine am Tisch hockt. Am Ende sind wir LKW Fahrer doch alle eine große Familie.

 

 

Dienstag 08.08.17

Heute war mal wieder etwas mehr Action dabei. Heute morgen startete ich um 5:45 vom Maxi Autohof Mücke Richtung Kirchgandern (Landkreis Eichsfeld, Thüringen) wo ich auch gut ankam, ich musste allerdings erstmal suchen, da mir Google den Kunden mitten im Ort (fast schon Fußgängerzonenähnlich) anzeigte und da dies nicht sein konnte musste ich im Ort drehen und bin ins Industriegebiet gefahren um den Kunden dort zu suchen und auch zu finden.

Ich musste dann rückwärts leicht versetzt durchs Tor fahren und hinten dann rückwärts ums Eck fahren, was aber alles kein Problem darstellte, man muss halt nur hin und wieder mal aussteigen damit man nix zu Klump fährt. Und über den Beifahrerspiegel rückwärts zu drücken ist auch immer schwieriger als über den linken Spiegel zu fahren. Als ich dann am Tank stand drückte der Mitarbeiter sein Erstaunen aus dass ich so schnell da war, da der Kollege der letztes mal da war wohl etwas länger gebraucht hat bis er am Tank war. Ist doch auch mal schön ein indirektes Lob zu bekommen! Also dann mal fix abladen.

Danach sollte ich nach Blankenburg (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt) fahren, also fuhr ich nach Navi, dieses schickte mich über die A38, durch Nordhausen durch und dann über die Bundesstraße hoch zur B6, an der auch Blankenburg liegt.

In Nordhausen selbst hatte ich eine kurze Umleitung zu fahren, nichts wildes, aber kurz darauf folgte die nächste, etwas größere Umleitung die mich in meinem Zeitplan etwa 30 Minuten zurückwarf. Kurz nachdem ich die Umleitung abgearbeitet hatte kam die nächste. Aber die dritte kam etwas blöd. Ich fuhr die Strecke nach Navi und stand auf einmal mitten im Wald, die Straße gesperrt und keine Wendemöglichkeit. Also bin ich ca. 500 Meter rückwärts gefahren, dort stand ein Kollege der mir dann beschrieb wie ich  nach Blankenburg komme. Doch zunächst hieß es einmal auf engstem Raum wenden. Hat geklappt, aber ich musste die Reifen am Auflieger auf der Stelle drehen, dass ist weder für Reifen, noch für die Achsen wohltuend. Aber es nutzte ja nix. Also bin ich dann mit gut 1,5 Stunden hinter meinem Zeitplan beim Kunden angekommen, dort fix abgeladen und dann wollte ich wieder zurück bis nach Mücke fahren damit mein Zeitplan für Mittwochs einigermaßen passt. Ich habe es bis Mücke geschafft, mit einer Lenkzeit von 8 Stunden und 58 Minuten. Also es hing an 2 Minuten.

Wenn ich gewusst hätte dass die Bundesstraße zwischen Nordhausen und Halberstadt dermaßen mit Umleitungen gespickt ist wäre ich lieber außenrum zurück zur A7 und dann bis zur Abfahrt Rhüden gefahren. Weniger Kilometer heißt nicht automatisch dass man schneller ist.

 

So, nun stehe ich hier in Mücke und morgen früh geht es nach Ludwigshafen um mein Auto wieder zu beladen und dann wieder hoch nach Bad Harzburg. Wenn alles klappt werde ich morgen Abend dann auf dem Autohof in Rhüden mein Nachtlager aufschlagen!

Bis dahin!

Montag 07.08.17

Vorab erstmal, sorry dass letzten Freitag kein Bericht kam, aber der Freitag war relativ unspektakulär, da ich nur noch laden und dann nachhause fahren musste, alles in allem 200 Kilometer und einmal laden, also kein großer Akt.

Heute dagegen war wieder eine kleine Herausforderung, ich musste das erste mal nach Frankreich fahren, um genau zu sein nach Saverne (Region Grand Est, Département Bas-Rhin), aber ich hab mir wie immer viele Gedanken um nichts gemacht, denn alles hat einwandfrei geklappt, ich glaube in Frankreich ist es doch angenehmer zu fahren als in Deutschland.

Als ich dann dort fertig war ging es über die A4 und die A35 zurück nach Lauterbourg zur Grenze und von dort an über die A65 zurück nach Ludwigshafen um mir den Kessel wieder voll zu machen. Zum Glück war wieder alles frei und ich war nach 1,5 Stunden wieder raus.

Heute war alles in allem auch ein relativ unspektakulärer Tag deswegen gibt es heute nichts weiter zu berichten. Morgen früh geht es dann nach Kirchgandern (Landkreis Eichsfeld, Thüringen) und danach dann nach Blankenburg, in der Nähe von Wernigerode (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt)

Bis dahin!

Donnerstag 03.08.17

Mein Tag startete heute morgen in Braunschweig mit der obligatorischen Abfahrtskontrolle. Von dort aus ging es nach Wittingen (Landkreis Gifhorn, Niedersachsen) etwa 30 Kilometer nördlich von Wolfsburg. Komischerweise fahren in und um Wolfsburg nur Volkswagen rum… woran das nur liegen mag…

Der Kunde in Wittingen war relativ entspannt, man hat mir sofort gezeigt wo ich hin muss. Das seltsame war, der Tank hatte offensichtlich keine Füllstandsanzeige… Also musste ich nach dem Motto „Ob der Tank wirklich voll ist hörst du wenn die Sicherheitsventile aufgehen) füllen, aber da es ein 32 Tonner Tank war und ich nur 10 Tonnen abladen sollte dachte ich mir dass es wohl passen wird. Hat auch gepasst. Gegen Ende kam dann ein Herr zu mir der mich fragte ob das schon alles gewesen wäre was ich hätte, ich bejahte… Er zeterte dass es viel zu wenig wäre und ich noch mehr bringen soll… Aber ich verwies nur auf die Disposition, ich kann nur so viel in den Tank pumpen wie ich habe, in diesem Fall 10 Tonnen. Wie sich herausstellte war die Füllstandsanzeige bzw. eine Waage im Gebäude hinter dem Tank, aber woher sollte ich das auch wissen?

So, nun machte ich mich auf von Wittingen nach Ludwigshafen… Eigentlich wollte ich heute noch dort laden aber wie ich dann erfuhr hat die BASF eine Netzwerkstörung und es würde zu  erheblichen Wartezeiten an Tor 15 kommen… Dann mache ich lieber direkt Feierabend in Schwegenheim, meinem zweiten Autohof Favoriten (Platz 1 ist das Jägerheim in Lohne, Landkreis Vechta, Niedersachsen)

Die Fahrt in die Pfalz verlief relativ ruhig, bis auf einen kleinen Zwischenfall am Dreieck Drammetal (A7/A38). Ein PKW Fahrer will im letzten Moment auf die Abfahrtsspur Richtung A38, fährt vor mich und bremst stark ab, auf  meine Lichthupe hin bekommt man auch noch den Mittelfinger gezeigt. Normalerweise sollte ich dies sofort zur Anzeige bringen, da ich alles auf Dashcam habe. Aber es bringt am Ende sowieso nix außer Aufwand.

So, nun stehe ich auf dem Autohof in Schwegenheim. Morgen habe ich eine echt lange Tour… Ich fahre morgen früh zur BASF laden und danach heim… Und in der Firma muss ich auch noch eine Analyse machen… Also manchmal kann mein Disponent ein Unmensch sein.

Nein, Spaß beiseite. Ich bin froh dass ich morgen früh Wochenende habe, wenn alles klappt sollte ich gegen 10 Uhr Feierabend haben. Danke dafür an meinen Disponenten, der dies wahrscheinlich lesen wird. Aber ich glaube er hatte auch keine andere Wahl, da es hier nichts mehr zu fahren gibt.

Also dann, auf einen angenehmen Wochenendstart!

Bis dahin!

Mittwoch 02.08.17

Heute war ein Tag mit viel fahren und wenig arbeiten, Heute morgen startete ich in Würzburg und ich war noch keine Viertel Stunde am fahren als ich auf der Gegenspur einen heftigen Unfall sah, da sind wieder 3 LKW zusammengeklatscht… Vollsperrung Richtung Nürnberg… Das kann einem schon mal gründlich den Tag vermiesen.

In der BASF in Ludwigshafen war wider erwarten NICHTS los, alles frei, konnte sofort laden und freute mich dass ich heute nur noch fahren muss um dann morgen früh 2 Kunden im Harz zu beliefern… Bis mir mein Disponent die erste Touränderung reinschickte… Erst zum Kohlensäurewerk Hannover (Zweigwerk von uns) und morgen früh dann nach Bad Harzburg…

Also noch schnell nach Laatzen (bei Hannover) gefahren und dort abgeladen, und dann kam die zweite Touränderung, nicht in den Harz sondern nach Wittingen, nördlich von Wolfsburg… Jetzt habe ich Feierabend auf dem Autohof Braunschweig Ost und morgen gehts dann wie gesagt erst nach Wittingen hoch und dann 480 Kilometer leer nach Ludwigshafen… Dann kann ich wenigstens in den Kasseler Bergen bergauf ordentlich mitmischen…

Wobei ich mittlerweile auch Gefallen dran gefunden habe beladen die Kasseler Berge zu fahren… Dann kann man der Tanknadel beim fallen zusehen. Aber manche Steigungen sind echt extrem… da fällt man trotz Schwung auf bis zu 25 Km/h ab… oder auf 0, denn heute ist einem Kollegen bergauf der Motor verreckt, das ist echt heavy… und wenn du eh schon mit 25 Km/h kriechst hast du auch keine Chance mehr auf den Standstreifen auszuweichen.

Also gut, nun ist Feierabend und nun widme ich mich dem Bett.

Bis morgen!

Update 01.08.17

Kurzes Update. Ich stehe wie gesagt auf der Raststätte Würzburg.

Gerade stand ein türkischer Kollege vor mir der mit seiner Frau am Palettenkasten saß und zu Abend aß.

Ich bin immer wieder erstaunt über die Gastfreundlichkeit türkischer Kollegen, viele sagen ja die Osteuropäer sind keine Kollegen. Aber ich finde dies ist schlicht und ergreifend falsch. Ich habe den türkischen Kollegen gefragt wann er denn weiterfährt.

Ich habe sofort etwas zu essen und einen çay (der typische türkische Tee) angeboten bekommen. Die Frau von ihm konnte problemlos Deutsch was die Verständigung einfacher machte. Man unterhält sich über die klassischen Themen unterwegs.

Im Gegenzug schenkte ich den beiden Sonnenblumenkerncreme die ich gestern beim Kunden geschenkt bekommen hatte. Da ich diese wahrscheinlich sowieso nicht gemocht hätte ist diese beim Kollegen besser aufgehoben.

Diese Sache hat mir den Abend gerettet, hat mich sehr gefreut die beiden kennen zu lernen. Aber so ist dass in diesem Beruf auch normal, man unterhält sich als würde man sich schon ewig kennen und danach sagt man Tschüss und alles geht wieder seinen Gang.

Eins muss man sich merken, egal ob Pole, Tscheche, Slowake, Ungar, Rumäne oder Deutscher. Wir machen alle den selben Job und es gibt in jeder Nation Idioten. Aber eins habe ich in meiner kurzen Karriere gelernt, die Osteuropäischen Kollegen zeigen erheblich mehr Zusammenhalt als wir Deutsche, und da muss ich für mich mitsprechen. Ein deutscher Kollege hätte mich niemals dazu aufgefordert bei ihm mit zu essen!

Fantastisches Erlebnis!