Archiv des Autors: matthiask04

Dienstag 01.08.17

Mein heutiger Tag begann beim Kunden in Legau, dort kann man wirklich sehr gut übernachten, es ist schön ruhig, und wenn man morgens die Tür aufmacht schlägt einem sofort Allgäuer Landluft entgegen, ist was anderes als an der Autobahn wach zu werden, herrlich!

Eigentlich sollte mein Tag mich heute zuerst nach Ludwigshafen und dann nach Wildberg im Schwarzwald führen, aber mein Disponent hatte die Tour geändert, aber damit muss man rechnen und in diesem Falle war die Touränderung kein Problem.

Der Tag begann um Viertel nach 1, das ist relativ wichtig da es von Legau bis nach Ludwigshafen in 4,5 Stunden kaum zu schaffen sind bei normalem Verkehrsaufkommen, aber da ich ja nachts fahre ist dies heut alles kein Problem.

Die Fahrt verlief reibungslos und in Ludwigshafen war es auch wie im Traum, an der Anmeldung kein Betrieb, bei der ADR-Kontrolle kein Betrieb, an der Waage kein Betrieb, und an der Ladestelle ebenfalls alles frei. Also, schnell den Kessel voll machen und dann nach Wiesentheid (Landkreis Kitzingen, Bayern), das ist auch ein sehr angenehmer Kunde, einfach an den Tank fahren, leer machen und weiter. Das schöne ist dass man bei dem Kunden die Dusche nutzen kann, so habe ich mir von den Spesen wieder 3 Euro gespart, besser kann der Tag doch gar nicht laufen.

Auf der Raststätte Würzburg Nord möchte ich heute meinen Feierabend einläuten, aber für die 30 Kilometer von Wiesentheid nach Würzburg brauchte ich gute 1,5 Stunden wegen Stau… Die Aktion eines Verkehrsteilnehmers war dabei die Krönung.

Mich überholte ein Wohnwagengespann (Ford Ranger mit 2-Achser Wohnwagen, bestimmt 12 Meter lang) der nach rechts einscheren wollte, ich bremse also ab um Platz zu machen und auf Höhe der Anhängerkupplung schert der schon ein und drängt mich auf den Standstreifen ab da er mir sonst wahrscheinlich die ganze linke Seite inklusive Spiegel abgerissen hätte.

Man will schon nett sein und Platz machen und als Dank wird man abgedrängt, und die Aktion hat meinen Kragen auch echt zum platzen gebracht, ich hab mich vor den Wohnwagenfahrer gesetzt und bin ausgestiegen (es herrschte sowieso Stillstand) und hab mal gefragt was das soll. Aber was anderes als dumme Antworten hab ich nicht erwartet und auch nicht bekommen. Am liebsten hätte ich den aus dem Auto geholt aber das gibt nur Ärger… Also durchatmen und weiterfahren.

Ja, und jetzt stehe ich seit 13 Uhr auf der Raststätte Würzburg, mit Blick über ganz Würzburg. Herrlich.

Ganz nebenbei habe ich heute dass allererste mal auf einer Raststätte etwas gegessen und ich muss sagen dass ich positiv überrascht bin. Die Preise sind ok, für 9,29€ bekommt man sonst auch nirgendswo ein Seelachsfilet mit Pommes. Aber auf der Raststätte kann man auch nicht mehr als Tiefkühlkost erwarten, aber zu meinem erstaunen habe ich in der Küche gesehen wie das Fischfilet frisch in der Pfanne zubereitet wurde und auch sehr gut schmeckte. Echt ein positives Erlebnis. Und mal ganz nebenbei, auf dem Autohof ist es auch nicht günstiger. Ob ich die 10 Euro fürs essen direkt bezahle oder ob ich erst 10 Euro Parkgebühr zahle und dann mit Gutscheinen bezahle.

Heute Nacht um 3 führt mich mein Weg erst wieder nach Ludwigshafen zum laden und danach werde ich bis nach Rhüden auf den Maxi Autohof fahren. Maxi bekommt noch einmal eine letzte Chance von mir, bin gespannt ob es funktioniert. Denn auch wenn Maxi eine Autohofkette ist, die Autohöfe sind manchmal besser und manchmal schlechter. Ich hoffe Rhüden gehört zu den besseren. Rhüden liegt übrigens im Landkreis Goslar am westlichen Rand des Harz.

Mein Disponent hat mir schon gesagt dass es gegen Ende der Woche eventuell nach Saverne (Zabern) in Frankreich geht. Das erste mal ins Ausland. Bin gespannt! (In der Ausbildung darf man nur national fahren)

So, jetzt gehe ich aber schlafen.

Bis neulich!

Montag 31.07.17

Heute war mal ein angenehmer Wochenstart, um 3:30 bin ich von Wehr aus gestartet Richtung Bodensee, diese Woche zum Glück ohne Panne. Die ersten 4,5 Stunden Fahrt verliefen sehr ruhig, wenig Verkehr, nur ein kleiner Stau bei Pforzheim aber sonst angenehm. Meine 45 Minuten Pause machte ich auf der Raststätte Schönbuch an der A81 bei Nufringen (kurz hinter Böblingen/Sindelfingen Richtung Singen). Danach machte ich mich weiter nach Überlingen (Bodenseekreis, Baden-Württemberg) zum ersten Kunden für heute, den ich auch flott belieferte.

Der Kunde hat eine riesige Lagerhalle wo Temperaturen knapp über 0 herrschen… Da könnte ich mich bei diesen Temperaturen dran gewöhnen… leider hatte der Kunde kein Zimmer mehr für mich frei… Spaß muss auch mal sein!

Danach machte ich mich auf den Weg nach Legau (Landkreis Unterallgäu, Bayern), mein Weg dorthin führe mich über Friedrichshafen und Lindau und dort dann auf die A96 Richtung Memmingen.

Ich verstehe nicht, warum manche Motorradfahrer meinen sie hätten Sonderrechte. Ich stehe vorne an der Ampel und plötzlich steht ein Motorradfahrer vor mir und einer neben mir. Offiziell dürfen sie es nicht aber es stört mich auch nicht, bis ich mit meinen 40 Tonnen am rollen bin sind die lange weg… es sei denn man ist total unfähig wie der vor mir und würgt seine Maschine zwei mal ab. Wenn man Anfänger ist und noch nicht richtig mit der Maschine umgehen kann sollte man sich nicht bis vornehin drängeln und dort den Verkehr aufhalten… Aber dass war auch der einzige Zwischenfall heute der meinen Blutdruck erhöht hat (welche Seltenheit :D)

In Legau angekommen habe ich sofort mit dem abtanken begonnen und werde hier auf dem Kundengelände auch mein Nachtlager aufschlagen, ich habe hier eine Toilette, kann mich waschen aber das allerbeste ist, ich bekomme einen WLAN-Gastzugang. Die Jungs hier sind echt fantastisch!

Aber auch erwähnenswert ist der Bioladen vorne an der Straße, hier gibt es die besten Tomaten, die kauf ich mir jedes mal wenn ich hier bin, dass geht einfach nicht anders.

 

So, der heutige Tag verlief relativ ruhig. Heute Nacht mache ich mich auf nach Ludwigshafen und danach nach Wildberg im Schwarzwald!

Bis dahin!

Freitag 28.07.17

Mein Tag begann heute schon um 2 Uhr mit der obligatorischen Abfahrtskontrolle in Meßkirch (Landkreis Sigmaringen, Baden Württemberg). Aber zum Glück musste ich ja nur noch nach Ludwigshafen eine Ladung abholen und dann nachhause. Meine Reise führte mich also über Tuttlingen zurück zur A81.

In Tuttlingen wurde mir nachts um halb 3 schon ganz großes Kino geboten. In der Stadt ist logischerweise 50 und da mein LKW Tacho geeicht ist und da ich genau 50 gefahren bin dürfte mich rein theoretisch niemand überholen (2-spurig) aber wie es so ist können die meisten Leute es ja gar nicht ausstehen wenn ein LKW vor ihnen fährt, also wird überholt mit 65 Sachen (ich kann im Display sehen wie schnell der Vordermann fährt) und wird prompt geblitzt.

Dort habe ich mich das erste Mal köstlich amüsiert. Mein „Freund“ stand dann an der nächsten Ampel, diese wurde grün und ich fuhr auf die linke Spur um ihn zu überholen (mit 50 Km/h) um nicht abbremsen zu müssen. Das konnte er anscheinend auch nicht leiden und gab Gas um mich rechts zu überholen und sofort blitzte es wieder… Ich hätte fast anhalten müssen vor Gelächter und Schadenfreude. Das schlimme an der ganzen Sache ist, dass er einheimisch war und Tuttlinger Kennzeichen hatte.

Also weiter, es ging auf die A81, an der Raststätte Neckarburg habe ich noch flott getankt.

Mir war es wichtig so früh zu fahren um durch Stuttgart durch zu kommen. Aber auch nachts sind Vollidioten unterwegs.

Am Dreieck Leonberg ist eine Baustelle (wie sollte es auch anders sein), die rechten beiden Spuren folgen der A81 Richtung Würzburg und die Linke folgt der A8 Richtung Pforzheim/Karlsruhe. Ich blinke also nach links, neben mir 2 PKW die dann beschleunigten damit ich links rüber konnte, der dritte dahinter fährt dann neben mich und bleibt neben mir. Ich peile also ganz langsam links rüber um ihm klar zu machen dass ich rüber muss, dann fängt er an zu hupen, gibt Gas und folgt am Ende doch der A81 Richtung Würzburg… Wieso musste der mich mit aller Gewalt provozieren? Ihn hätte es noch nicht mal Zeit gekostet hinter mir einzuscheren und Richtung Würzburg zu fahren, so hätten wir beide problemlos unsere Spuren wechseln können und alles wäre gut gewesen. Aber manche Leute scheinen echt langeweile zu haben.

Angekommen in der BASF ist für Freitags 6 Uhr erstaunlich wenig los, auch an der Ladestelle… Alle 4 Ladestationen offen und alle frei… Daran könnte ich mich gewöhnen. Als ich fertig war, waren nur noch 2 von 4 geöffnet und es warteten 6 Fahrzeuge… Glück gehabt.

Jetzt noch flott nach Ahrweiler meinen vollwertigen Führerschein abholen (bin bis dato mit dem vorläufigen gefahren) und in der Firma dann noch eben das Fahrzeug betankt und abfahrbereit für Montag gemacht und dann gehts ins Wochenende!

 

Schönes Wochenende euch allen und bis nächste Woche.

Donnerstag 27.07.17

Hallo zusammen,

mein Tag begann heute morgen um 3 Uhr auf der Raststätte Wetterau, die Abfahrtskontrolle ist obligatorisch. Erst mal musste ich mich aus der Parklücke zwängen da direkt gegenüber ein Kollege sein Nachtlager aufgeschlagen hat, Mit wenigen Zentimetern Platz habe ich mich dort rausgequetscht, ansonsten hätte ich sofort gewusst wer gleich sein Fahrzeug wegfahren muss.

Also dann, auf gehts nach Ludwigshafen, schön früh, damit ich auf der Mannheimer Brücke keinen Stau habe, die Baustelle soll noch bis Ende 2017 gehen, ich schlage bald die Hände über dem Kopf zusammen…

So, dann zur BASF laden, da ich vor 5 Uhr dort war konnte ich gemütlich direkt ans Tor fahren, dort läuft alles unkomplizierter, man muss sich nirgends anstellen, die ADR-Kontrolle wird in einem durchgeführt und die Waagen sind in der Regel leer um diese Uhrzeit, so auch heute.

An der Ladestelle selbst kann man an jeder Tages- und Nachtzeit Pech haben, mal kann man direkt laden, mal hat man 5 Autos vor sich… Aber heute nicht, heute kann ich direkt dranfahren und muss nach dem Beladevorgang noch eine Analyse durchführen für den Kunden den ich in Mannheim zu beliefern hatte. Also, auf nach Mannheim (Noch ist es früh genug um über die Brücke zu fahren)

Nachdem ich wieder einen Kunden glücklich gemacht habe ging es sofort wieder zurück zur BASF um mein Fahrzeug zu beladen, aber diesmal durch ganz Mannheim durch, um den Stau auf der Brücke zu umfahren, ob man es glaubt oder nicht, aber in diesem Fall ist man durch die Innenstadt schneller als wenn ich mich im Stau anstelle… Da wird Mannheim aber auch die einzige Stadt sein, wenn ich nur an Köln denke graust es mir.

Alles wieder auf Anfang in der BASF… Anmelden, ADR-Kontrolle, an der Waage anstellen und an der Ladestelle dann 4 Fahrzeuge vor sich haben, wovon aber zwei zum Glück schon fertig waren.

Nun schickte mich mein Disponent nach Meßkirch im Kreis Sigmaringen (ca. 30 Kilometer nördlich des Bodensees)  und danach sollte ich auf dem Heimweg noch eine Ladung aus der BASF mit nachhause bringen. Ich überschlug die Fahr-, Ablade- und Stauzeiten grob durch (Stuttgart ist total beschissen) und kam auf Freitag Abend ca. 19-20 Uhr… Und je nach Zeitverlust hätte es auch Samstag werden können, da ich bei dem Kunden erst um 7 Uhr abladen konnte.

Bis ich die zündende Idee hatte eventuell auf dem Kundengelände zu übernachten was auf Anhieb nicht möglich ist, da ein Tor das Gelände absperrt. Aber mein Disponent stellte den Kundenkontakt her der mir prompt erlaubte hier zu übernachten, einzige Vorraussetzung ist… Ich muss das Tor morgen früh selbst schließen, aber ich glaube das bekomme ich gerade noch so hin.

Also dann, heute Nacht um 2:15 geht es weiter nach Ludwigshafen und dann im Tiefflug nach hause!

Dienstag 25.07.17 und Mittwoch 26.07.17

Hallo zusammen,

gestern konnte ich leider keinen Beitrag verfassen da ich kein Internet hatte… So ist das unterwegs halt manchmal, dass man irgendwo steht wo man kein mobiles Internet hat, deswegen gibt es heute beide Tage zusammen.

Beginnen wir mit Dienstag.

Der Tag fing um Viertel nach 5 an, wie immer natürlich mit der Abfahrtskontrolle, diese ist unumgänglich, es gibt genug Deppen hier draußen die irgendwas veranstalten und sei es, sie ziehen mir die Sattelplatte auf, dies hätte dann fatale Folgen wenn es nicht bemerkt wird.  Nach getaner Arbeit ging es Sage und Schreibe 8 Kilometer zum Kunden, nämlich nach Hölle (Stadt Naila, Kreis Hof, Bayern) dort durfte ich jedoch erst ab 6 Uhr abladen, aber da ich sowieso noch die Schläuche legen musste hatte ich ja noch etwas Zeit.

Nach dem abladen ging es dann auf Fahrt, 400 Kilometer nach Ludwigshafen am Rhein zur BASF damit ich die nächste Ladung für den nächsten Kunden abholen konnte. Meine weitere Fahrt führte mich dann über die A67 und die A3 Richtung Würzburg. Wie der Teufel es so wollte (klar, war heute morgen ja noch in (der) Hölle) stand ich vor meiner angepeilten Feierabendstätte im 20 Kilometer Stau was letztendlich dazu führte, dass ich in der letzten Minute meiner Schichtzeit das Kontrollgerät auf Pause gestellt habe.

Zu meinem Glück konnte ich jedoch am Mittwoch bis 6 Uhr schlafen, da der Kunde den ich in Würzburg zu beliefern hatte erst um 7 Uhr seine Tore öffnet.

Allerdings wurde ich gegen halb 4 von zwei lauthals streitenden „Kollegen“ geweckt, die sich für ihren Streit keinen besseren Platz aussuchen konnten als direkt vor meinem LKW. 10 Minuten lang habe ich mir das ganze angehört, dann hab ich mal gefragt ob die beiden sich keinen anderen Platz dafür aussuchen konnten. Nach vielem weiteren meckern sind die beiden dann abgezogen und ich konnte meinen Schlaf fortsetzen.

Um 6:15 setzte ich meine Fahrt dann fort… wenn dies so einfach wäre.

Der Autohof auf dem ich stand war ein Maxi Autohof, dies ist eine Kette die es öfters gibt, unter anderem in Mücke an der A5, in Wilnsdorf an der A45 usw.

Bis dato war ich einigermaßen zufrieden mit dem Autohof aber seit gestern herrschen neue Regeln… statt wie gehabt 10 Euro für die Nacht und voll verzehrbar im Restaurant sind ab jetzt nur noch 7 Euro verzehrbar…

Da ich diese ja irgendwie loswerden musste setzte ich mich im Restaurant direkt an die Theke. Nach 10 Minuten wurde ich dann mal gefragt was ich essen möchte, aber erstmal wollte ich die Speisekarte haben und habe sogleich eine mittlere Cola bestellt. Nach weiteren 10 Minuten war noch nicht mal das Getränk da… Ab da hatte ich keine Lust mehr und bin einfach . Maxi Autohöfe werde ich in Zukunft meiden.

Also dann, auf nach Würzburg. Diesen Kunden habe ich zum ersten mal beliefert, aber er war sehr unkompliziert, an den Tank gefahren, abgeladen und fertig.

Danach machte ich mich auf Richtung Erfurt, um genau zu sein nach Gebesee (Landkreis Sömmerda, Thüringen), die A71 rauf. Da ich die Strecke zum ersten mal fuhr musste ich mit Entsetzen feststellen dass die Autobahn ab Dreieck Suhl für Gefahrgut gesperrt ist (Rennsteig-Tunnel) und ausgerechnet in so einer Situation hat man kein mobiles Internet und somit war ich gezwungen meinen Disponenten um Hilfe zu bitten, die ich auch sofort bekam.

Ab da begann eine 45 Kilometerlange Feld-, Wald-, und Wiesenfahrt Richtung Ilmenau, dort konnte ich dann wieder auf die A71 fahren und die Fahrt ging ihren gewohnten Weg… Bis ich 5 Kilometer vor Gebesee feststellen musste, dass die Bundesstraße gesperrt war, also laut Navi weitergefahren. Dieses schickte mich in eine Straße die Anfangs gut aussah, dann jedoch immer schmaler wurde, bis ich am Ende auf einen Feldweg gestoßen bin, wo ich aber trotz allem gut durchgekommen bin.

Also, angekommen beim Kunden musste ich schon wieder 30 Minuten warten und ein Fahrzeug verscheuchen damit ich rückwärts ums Eck fahren kann. Als ich vom wenden zurück kam, stand schon wieder ein Fahrzeug da und ich musste den Fahrer schon wieder suchen gehen…

Aber dann ging es endlich los und ich konnte mein Zeug loswerden.

Jetzt noch flott tanken und Feierabend machen. Hoffe der Rest der Woche läuft etwas unkomplizierter.

Haltet die Ohren steif!

Montag, 24.07.17… ein scheiß Wochenbeginn.

Ein beschissener Wochenbeginn…

Heute morgen um 01:00 Uhr war die Nacht vorbei, ich packe mein Zeug und mache mich auf den Weg in die Firma und zum LKW.

Ich stecke meine Fahrerkarte, auf der Lenk- und Ruhezeiten dokumentiert werden in das digitale Kontrollgerät und führe meine Abfahrtskontrolle durch. Bis hierhin alles noch normal.

Ich fahre also los. Aber meine Tour wird kurz nach Beginn schon jäh unterbrochen, nach gerade einmal 40 Kilometern, kurz hinter Koblenz beginnt der Motor an zu stottern und ich bin gezwungen auf dem Standstreifen anzuhalten.  Polizei informiert und Fahrzeug sofort ordnungsgemäß abgesichert. Das ist keine ungefährliche Angelegenheit 2 Meter neben der Autobahn während manche „Kollegen“ dicht an dir vorbeirauschen… Wenn der mich erwischt dann stehe ich morgen in der Zeitung.

Gott sei Dank ist aber alles gut gegangen. Ich habe den Pannendienst informiert der mir vor Ort aber nicht helfen konnte, da im Fehlerspeicher des Fahrzeugs kein Fehler gespeichert war und nach einem erneuten Motorstart der Fehler weg war.

Ab dann habe ich mich also in die Werkstatt geschleppt aber auch dort konnte man mir nicht weiter helfen. Also bin ich guten Gewissens weiter gefahren und hatte auch bis zum Feierabend keine weiteren Probleme… Ich hoffe dass bleibt den Rest der Woche auch so.

Trotz allem habe ich durch den Werkstattaufenthalt einen halben Tag verloren und muss den Zeitverlust zumindest etwas aufholen indem ich heute noch bis zum Limit gefahren bin um kurz vor dem Kunden meinen Feierabend einzuläuten… nach 14,5 Stunden Schichtzeit, jetzt habe ich mir den Feierabend aber auch wirklich verdient.

Regulär zu machen sind 11 Stunden Ruhezeit aber ich habe heute das große Glück ca. 13 Stunden Ruhezeit zu machen da ich erst um 6 Uhr beim Kunden sein kann.

Wenn die Woche so schlecht anfängt dann kann der Rest der Woche ja nur besser werden oder? Hoffentlich.

Ob es besser wird sehen wir dann morgen.

 

Gute Nacht!

Vorstellung

Hallo lieber Besucher,

mein Name ist Matthias, bin 20 Jahre alt und habe vor kurzem die dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer abgeschlossen und  bin auch weiterhin in meinem Ausbildungsbetrieb als Fahrer tätig.

Momentan habe ich noch kein festes Fahrzeug und springe daher hin und her, mal Schichtverkehr (Früh/Spät) mal Fernverkehr (von Mo-Fr im LKW).

Ich persönlich bevorzuge jedoch den Fernverkehr und bin froh wenn ich 5 Tage lang unterwegs bin.

Meine Fracht ist immer die selbe und zwar bin ich für den Transport von tiefkalter und verflüssigter Kohlensäure im Tankwagen zuständig. Diese wird bei uns am Standort produziert damit meine Kollegen und ich diese zum Kunden transportieren können, damit die Bevölkerung nicht nur stilles Wasser trinken muss!

Da Kohlensäure als Gefahrgut deklariert ist habe ich natürlich eine besondere Verantwortung im Straßenverkehr zu tragen.

Warum ich dieses Tagebuch eröffnet habe? Nun dass hat mehrere Gründe. Zum einen möchte ich manchen von euch einen Einblick in das Berufsbild des Berufskraftfahrers geben und vielleicht bei dem ein oder anderen etwas mehr Verständnis gegenüber LKW Fahrern zu erwecken und zum anderen einfach um mir auch eventuell etwas Frust von der Seele zu schreiben, da dies nicht immer ein einfacher Job ist oder um euch einfach von meinen alltäglichen Erlebnissen zu berichten.

Ich hoffe dass dieses Tagebuch etwas mit Erfolg gekrönt wird und es den ein oder anderen wirklich interessiert.

So, jetzt habe ich aber auch genug über mich erzählt und wünsche dem Leser viel Spaß!

 

Liebe Grüße

Matthias